Umfrage zum Thema QS

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Liebe Freunde und Kollegen,

der Dioxinskandal erschüttert ganz Deutschland. Jetzt wird der Schwarze Peter hin und her geschoben. Immer öfter kommen Forderungen, die Landwirtschaft muss noch mehr kontrolliert werden. Ja reicht es denn noch nicht, wenn sich die Kontrolleure die Türklinge in die Hand geben. Dem Futtermittelhandel geht es auch nicht besser. Ebenso wird die ganze Mischfutterbranche durch den Dreck gezogen, obwohl die große Masse der Landwirte, Händler und Mischfutterhersteller sauber arbeitet.

Eine besondere Brisanz bekommt das ganze Thema dadurch, dass der betroffene Dioxin-Betrieb erst im Oktober neu durch QS zertifiziert wurde. (Siehe http://feilmeier.info/Harles_und_Jentzsch_GmbH_QS-Zertifikat.pdf – Wir stellen das Zertifikat nun auf unserer Internetseite bereit, da es von der Harles und Jentzsch-Seite mittlerweile entfernt wurde).

Man hat dem Dioxin-Mischfutterhersteller erneut beste Betriebsführung bescheinigt, obwohl bereits seit März 2010 erhöhtes Dioxin im Futter nachweisbar war. Zumindest steht im Leitfaden des „QS“-Systems, dass die Zertifizierung nur erteilt wird, wenn der Betrieb einwandfrei arbeitet. Scheinbar ist der Begriff „einwandfrei“ sehr weit dehnbar. Die Abkürzung "QS" steht für „Qualität und Sicherheit“. Es soll hier ein System aufgebaut werden, das dem Verbraucher Sicherheit bei den Lebensmitteln bietet.

Um ein solches System zielführend zu betreiben, müssen umfangreiche Prüfungen durchgeführt werden. Irgendjemand hat aber bei diesen Prüfungen versagt, sonst wäre das Dioxin schon viel früher entdeckt worden. Die „QS“-Gesellschaft weist jede Schuld von sich. Was war aber dann mit diesen Prüfungen? Wer hat sie durchgeführt? Wurden sie richtig gemacht? Fragen über Fragen.

Man hat den Eindruck, dass schon wieder viel vertuscht werden soll. Den Schaden haben zum Schluss wieder die Bauern, weil die Vieh- und Eierpreise fallen. Vielleicht wurde sogar der jetzige Zeitpunkt für die Enthüllung genommen, weil die Erzeugerpreise gestiegen sind und das kann der Lebensmittelhandel nicht brauchen. Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, starten wir  hiermit diese Umfrage. Wir wollen wissen, wie die Kontrollen von „QS“ auf den Betrieben durchgeführt wurden.

Es ist niemals Sache der Bauern, wie eine Prüfung durchgezogen wird. Dem Bauern wird erklärt, dass das für „QS“ nötige „A-Futter“ und der Prüfungsumfang so ausgelegt sind, dass es für ihn eine Sicherheit darstellt. Dafür muss ja der Bauer, oder auch Händler und Hersteller, Preiszuschläge für Prüfungen und Verwaltung zahlen. Prüfungsdurchführung ist also eindeutig Sache der Prüfer und wir wollen herausfinden, ob das als „Sicherheit“ dient. Es ist nicht gegen „QS“ gerichtet. Im Gegenteil kann damit vielleicht sogar bewiesen werden, dass das System einwandfrei funktioniert.

Wir bitten alle Betriebe, ob Landwirt, Händler, Mischfutterhersteller oder auch Transportunternehmen usw., an der Umfrage teilzunehmen. Alle angegebenen persönlichen Daten sind streng vertraulich und werden Dritten nicht weiter gegeben. Die Daten bleiben bei der Arbeitsgruppe unter Verschluss. Der Teilnehmer willigt jedoch ein, dass der Text und die Antwort der Fragen anonym (also nochmal, ohne jegliche Namen) im Ergebnis niedergeschrieben und veröffentlicht werden. Sonst hätte das ganze ja keinen Sinn.

Wir bitten alle, die Fragen soweit wie möglich zu beantworten. Ideal ist, wenn alle Antworten zu den Fragen formuliert werden, aber auch bereits ein nur teilweise ausgefüllter Fragebogen hilft uns für ein sinnvolles und aussagekräftiges Ergebnis. Wenn Sie uns weitere Mitteilungen machen wollen, verwenden Sie bitte ein gesondertes neutrales Blatt. Uns interessiert auch, was beim Verkauf der landwirtschaftlichen Erzeugnisse verlangt wird, welche auffälligen Aussagen manche Prüfer machen oder wie Händler und Mischfutterhersteller kontrolliert werden. Die Verwendung des so genannten „A-Futters“ ist auch bei der Kontrolle von „QM“ oder „Offene Stalltür“ vorgeschrieben. Deshalb bitten wir auch Betriebe für diese Bereiche, an der Umfrage teilzunehmen.

Für die Mithilfe bedanken wir uns im Voraus sehr herzlich. Es geht hier um uns alle. Es kann nicht sein, dass von uns allen noch mehr Prüfungen und Bürokratismus gefordert werden. Man soll zuerst einmal das Bestehende so durchführen, wie es einen Sinn ergibt. Wir sind auf das Ergebnis gespannt. Führende Verlage werden das Ergebnis veröffentlichen.

Alle Teilnehmer erhalten zur Information das zusammengefasste Ergebnis per E-Mail oder auf Wunsch per Fax.

Bitte die Antwort der Umfrage an:

Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GMO
Josef Feilmeier
Edlham 19
94544 Hofkirchen

Oder per Mail an:
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Oder per Telefax an: 
08541 – 2664

Herzlichen Dank für die Unterstützung

Im Auftrag der Arbeitsgruppe
Josef Feilmeier

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